(53) "Christliche" Traditionen: Glaube oder Aberglaube?

Jede Religion in unserer Welt hat ihre eigenen Traditionen, die sich manchmal über Jahrtausende erhalten haben. Sie vermitteln den Menschen des jeweiligen Kulturkreises ein Gefühl von Zusammenhalt, Stabilität,  Sicherheit und Struktur.

Ich möchte hier vor allem einige katholischen Traditionen herausgreifen, zumal sie den Anspruch erheben,  "heilige Traditionen zu sein, die die göttlichen Offenbarungen weitergeben, also all dessen, was Gott für unser Heil offenbart hat und was die Kirche über die Jahrhunderte hinweg treu bewahrt hat".  Die katholische Kirche bezeichnet diese Traditionen "heilig", "...auch wenn sie "nicht ausdrücklich in der Heiligen Schrift stehen, sondern weil sie seit den Anfängen ein wesentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens sind"). U.a. gehört zu diesen Lehren der Tradition die Verehrung der Jungfrau Maria, das Feiern der Sakramente, das Lehramt der Kirche, die Liturgie, das Rosenkranzgebet u.ä. Hervorgehoben wird auch die Wichtigkeit des Lesens von Kirchendokumenten, das Nachdenken über die Lehren von Konzilien und Kirchenvätern sowie die Teilnahme an Kursen oder Katechesen.

 *) Quelle: Catholicus.eu Europäische Katholiken)

In den Alpenländern, aber auch in vielen anderen Ländern Europas und Nordamerikas sind christliche Bräuche und Traditionen tief in den Überzeugungen der Menschen verwurzelt.  Wir haben soeben die Osterzeit hinter uns gebracht. Sie ist eine  Zeit, die besonders von Traditionen und Brauchtum gekennzeichnet ist. In meiner Heimat  werden  z.B. folgende Bräuche besonders praktiziert:

Die "Fleischweihe" bzw. die Segnung von Fleisch zu Ostern, ist ein Brauch, der traditionell in Bereichen Österreichs, aber auch in Teilen Süddeutschlands gepflegt wird. Ohne geweihtes Fleisch am Ostertisch darf die Osterjause nicht gegessen werden.

Dabei werden je nach Gegend die Körbe mit Schinken, Würsten, gefärbten Eiern, Krenn und Reindling und bedeckt mit bestickten Weihkorbdecken  in die Kirchen getragen, vom Pfarrer großzügig mit Weihwasser besprengt und am Karsamstag  dann im Kreise von Familie und Freunden  gegessen. 

In der Osterzeit werden in vielen Gärten Bäume mit Ostereiern geschmückt.  Dieser Brauch hat sich vom geschmückten Weihnachtsbaum hin zum den geschmückten Osterbaum verwandelt. 

Die Kinder suchen Ostereier,  Süßigkeiten, und Schokohasen, die im Garten versteckt werden und die der "Osterhase" dorthin verlegt hat. 

Wie bei vielen heidnischen Bräuchen hat die Kirche auch beim Osterfeuer entschieden, ihn aufzunehmen und dem Ganzen eine christliche Bedeutung beizuschreiben. 

 

Zwar soll mit dem Böllerschießen die Auferstehung Christi und der Sieg über den Tod verbunden werden, vielmehr aber sollen böse Geister durch Blitz und Donner vertrieben werden. 

Gewöhnliches Wasser, das durch ein Segensgebet des Priesters zu "Weihwasser" wird, wird mit einem dicken Pinsel (gleich einem Klobesen) herzhaft  über die mitgebrachten Speisen geschwungen. 

Nicht nur Ostern, auch Weihnachten ist stark traditionsbehaftet. Für die meisten Menschen ist dieses Fest mit all seinen Traditionen und Bräuchen das beliebteste Fest des Jahres. Wenn man es genau betrachtet, gibt es für dieses Fest keine christliche Wurzeln.  Man "feiert" zwar die Geburt Jesu an diesem Tag, aber niemand weiß, wann Jesu wirklich geboren wurde. Also nahm man im 4. Jh. n.Chr. ein heidnisches Fest und wandelte es kurzerhand in ein christliches Fest, nämlich Weihnachten, um. Und setzte einfach  das Datum von Jesu Geburt auf den 25. Dezember. Zugrunde liegen  dieser Tradition die sogenannten "Saturnalien.  Im alten Rom ehrte man in der Zeit der Wintersonnenwende den Gott Saturn, den Gott der Landwirtschaft. Es war ein rauschendes Fest, das die Ernte und den Wein feierte und bis zu sieben Tagen dauerte. Man beschenkte sich gegenseitig,  hielt festliche Mahlzeiten und bekundete  Nächstenliebe . Um die Menschen von diesem alten Brauch  zu lösen, konnte man an diesem Datum die Menschen besonders gut zu einem neuen Glauben bewegen.   Und setzte einfach  das Datum von Jesu Geburt auf den 25. Dezember.    Die Römer schmückten ihre Häuser während der Saturnalien mit Zweigen von immergrünen Pflanzen wie Lorbeer, Stechpalme oder Tannen, um das Leben mitten im Winter zu feiern.  Neben Zweigen wurden Häuser mit Lichtern und Kerzen geschmückt, was den Wunsch nach Licht zur Wintersonnenwende symbolisierte. Auch zu dieser Zeit ist  reichlich Weihrauch in Gebrauch, der für eine feierliche Stimmung in dieser "mythischen Zeit des Friedens" sorgen soll. 

Viele der damalige, abergläubischen  Prinzipien sind also bis heute erhalten geblieben  und bekamen einfach ein anderes Mäntelchen umgehängt. 

Im Mithras-Kult, der im ganzen Römischen Reich verbreitet war, ehrte man durch das Schmücken eines Baums zur Wintersonnenwende den Sonnengott. Auch in nördlichen Gegenden wurden im Winter schon früh Tannenzweige ins Haus gehängt, um bösen Geistern das Eindringen und Einnisten zu erschweren.

Auch das gegenseitige Beschenken geht, wie oben angeführt, auf die Saturnalien zurück. 

Das Schmücken mit immergrünen Bäumen, Kränzen, Misteln oder Stechpalmen geht ebenfalls auf den Aberglauben, böse Geister damit abzuhalten, zurück. Auch das ist eine der vielen Wurzeln für spätere christliche Traditionen, wie den Adventkranz, den Christbaum oder den Mistelzweig. 

Der Weihnachtsmann oder Santa Claus, wie er in den USA heißt, geht zum einen auf Nikolaus von Myra, einem Bischof im 3. Jh.  in der heutigen Türkei zurück, aber auch auf Nikolaus von Sion, ebenfalls aus Myra zurück. Die Figur des Nikolaus oder Santa Clause ist eine Vermischung vieler Brauchtümer und im Laufe der Jahrhunderte immer weltlicher wird.

Der Weihrauch kommt bei kirchlichen Veranstaltungen reichlich zum Einsatz. 

Sehen wir uns noch ein paar andere Feste an, die Jahreslauf der Kirche gefeiert werden:

Ein Fest, das die katholische Kirche jedes Jahr feiert, ist FRONLEICHNAM. Der Name Fronleichnam bedeutet soviel wie "Hochfest des Leibes und Blutes Christi". Er leitet sich ab aus dem Mittelhochdeutschen, dabei steht "vron" für Herr und "licham" für Leib. Papst Urban IV. führte Fronleichnam 1264 als allgemeines Kirchenfest ein. 

Martin Luther bezeichnete es 1527 als „allerschädlichstes Jahresfest“, das in der Bibel keine Grundlage habe.

Die geweihte Hostie – eine ungesäuerte Oblate – wird von Katholiken als der tatsächliche "Leib des Herrn" (Fronleichnam) verehrt..

Fronleichnam auf dem Hallstättersee

Das Fest geht zurück auf eine Vision der Nonne Juliana von Lüttich im Jahr 1209.

Im Alter von 16 Jahren soll sie eine Vision von einem hell strahlenden Mond gehabt haben, der von einer dunklen Linie durchschnitten wurde. Die später zur „Prophetin des Fronleichnamsfestes“ ernannte Nonne deutete dies wie folgt: Der durchschnittene Mond symbolisiere das Kirchenjahr, dem ein hoher Festtag zu Ehren der heiligen Eucharistie fehle.

In einer prunkvollen Monstranz, unter einem tragbaren Baldachin,  wird vom Pfarrer eine geweihte Hostie durch die Straßen getragen,  unterbrochen von geschmückten Altären, bei denen der Segen mit der Hostie gespendet wird.  

In  der gesamten katholischen Glaubenswelt gibt es keine Person und kein Ereignis, das mehr Aufmerksamkeit genießt, als die Person der Maria, der Mutter Jesu.  Sie ist gewissermaßen ein Kernstück  der Kirche, das durch eine  Vielzahl an Legenden, menschlichen Überlieferungen und  Dogmen durch die römischen Päpste legitimiert wurde und wird. Das Kirchenjahr kennt folgende Marienfeste: das Hochfest der Gottesmutter Maria am 1. Januar, das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (Mariä Himmelfahrt) am 15. August und das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria am 8. Dezember. Weitere Marienfeste sind das Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli und das Fest Mariä Geburt am 8. September sowie die Marien-Gedenktage Unserer Lieben Frau in Lourdes am 11. Februar, Unbeflecktes Herz Mariä am Samstag nach dem zweiten Sonntag nach Pfingsten, Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel am 16. Juli, Maria Königin am 22. August, Mariä Namen am 12. September, Gedächtnis der Schmerzen Mariens am 15. September, Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz am 7. Oktober, Unserer Lieben Frau in Jerusalem am 21. November sowie Unserer Lieben Frau in Guadalupe am 12. Dezember.

Überall in der katholischen Welt werden die Marien-Traditionen hochgehalten

Zu Maria-Himmelfahrt wird eine Madonnenstatue durch Feld und Flur getragen .  Die Menschen knien sich oft auch nieder, wenn sie vorübergetragen wird. 

In anderen Ländern, vor allem in den spanischen Traditionen wird mit viel Aufwand und vor Menschenmassen  ebenfalls eine Marienstatue getragen. 

Es gibt auch Schiffsprozessionen, bei denen an Maria-Himmelfahrt eine Madonnenstatue über die Seen geführt wird und tausende Zuschauer beten den über Lautsprecher übertragenen Rosenkranz.

"Mit Christus herrscht sie in Ewigkeit". Was für eine Verdrehung des Wortes Gottes! Es gibt nur einen Herrscher im Himmel und auf Erden: Jesus Christus!

Wenn wir nun auf die Bibel zurückgreifen - und die Bibel ist für wiedergeborene Christen das unumstößliche und vollkommene Wort Gottes-, so sehen wir, das Maria zwar die Mutter Jesu war, also dieses Kind geboren hat, ihr darüber aber hinaus in der gesamten Bibel keine größere Aufmerksamkeit zukommt.  Warum das so ist, geht darauf zurück, dass Jesus Christus allein (also ohne Maria und ohne die Heiligen)  der alleinige Herrscher über Himmel und Erde ist.  Durch seinen Tod am Kreuz hat er für  ALLE  Menschen, also auch für Maria, für den Heiligen Soundso, für mich und für dich die Erlösung erwirkt, weil ALLE unter dem Fluch geboren sind und der Erlösung durch Jesus bedürfen. Maria ist auch nicht im Himmel, sondern wartet mit allen anderen gestorbenen Menschen auf die Auferstehung der Toten und das endgültige Gericht. Maria war also ein Mensch wie du und ich, natürlich begnadet durch ihre  Bestimmung,  den Christus zu gebären. Sie wurde genauso in Sünde geboren wie du und ich und bedurfte der Erlösung und Rettung durch das Blut Jesu.  

Ich zitiere hier eine Stelle, wie Jesus selbst seine Mutter und seine Brüder sah: 

"Und als seine Angehörigen es hörten, gingen sie los, um ihn zu greifen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen". (Mk. 3,21).  Und es kommen seine Mutter und seine Brüder; und sie standen draußen, sandten zu ihm und riefen ihn.  Und eine Volksmenge saß um ihn her; sie sagten aber zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern sind draußen und suchen dich. Und er antwortete ihnen und spricht: Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter."

(Mk. 3,31-35)

 

Die Inszenierungen dieser unzähligen kirchlichen Feste sowie die Heiligenverehrung, der Reliquienkult, die "Gottesmutter Maria" usw.  sind vom "Lehramt" der Kirche abgesegnet, gefördert und  geduldet. Das "Lehramt" der Kirche hat die Aufgabe, in Fragen des Glaubens und der Moral die höchste Autorität zu sein.  Zitat: "Wenn das Lehramt eine Glaubenswahrheit endgültig lehrt, geschieht dies in Kontinuität mit der lebendigen Tradition der Kirche" So sei z.B. die Verehrung Marias und vor allem das  Dogma der Aufnahme Mariens in den Himmel, das 1950 von Papst Pius XII. verkündet wurde, als Beispiele genannt,  wie das Lehramt entgegen dem geoffenbarten Wort Gottes  eine in der Tradition erhaltene "Wahrheit" erklärt.  

Damit ist dokumentiert, dass sich  die Kirche die Autorität angeeignet hat, gegen Gottes Wort Lüge und Unwahrheiten zu verbreiten, die irgendwelchen Phantasien oder dem Wunschdenken jener fehlgeleiteter Päpste entspringt, die dieser längst vom echten biblischen Glauben abgefallenen Kirche vorstehen.

Das abergläubische Fundament, auf dem unzählige Scheinchristen stehen, vermittelt eine falsche Sicherheit und verstellt die Sicht auf das wahre Evangelium. Das Begehen all dieser katholischen Feste und Riten sind Gott ein Gräuel. 

"Euer  Räucherwerk ist mir ein Gräuel, Neumond und Sabbat, das Einberufen von Versammlungen: Sünde und eure  Festversammlungen ertrage ich nicht. Eure Feste hasst meine Seele. Sie sind mir zur Last geworden und ich bin es müde, sie zu ertragen....Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr noch so viel betet, höre ich nicht"

(Jes. 1,13) 

Bitte lass dich nicht von Menschen-Meinungen verführen und ruh dich nicht aus in  deinem selbstgewählten Gottesbild. Wir leben so knapp am Ende unserer Zeiten und Jesus Christus wird ganz bald wiederkommen. Dann wird es für all die Menschen zu spät sein,  die den alleinigen Weg zu ihrer Rettung abgelehnt haben oder sich mit den falschen Wegen, die ihnen ihre Religion vermittelt, zufrieden gegeben haben. Sie  werden sich dem Gericht Gottes stellen müssen, vor dem  dich nur  

der Glaube an Jesus Christus, sein Erlösungswerk für dich am Kreuz und deine Bereitschaft, dein Leben vorbehaltlos in Seine Hände zu legen,

zu retten vermag.

Der Herr segne dich!

Du findest viele andere Artikel  im Internet unter christablog.at

Und wenn du mir schreiben willst oder einen Kommentar zu meinen Artikeln abgeben möchtest, schreib mir gerne  an meine e-mail-Adresse:  christablog.gmx.at