Ich möchte, dass du einmal beobachtest, wie oft in unserem alltäglichen Leben das Wort "GOTT" vorkommt.
Wie oft rufen wir bei einem Missgeschick, wenn wir uns ärgern, wenn etwas auftritt, mit dem wir nicht gerechnet haben, wenn wir entrüstet sind, aus : "O Gott, o Gott, o Gott!!!" oder "Du liiiieber Gott!" oder "Mein Gooooot", oder vorwurfsvoll: "Gott im Himmel!", oder überrascht "Mein Gott, nein sowas..." Dazu kommen noch Ausdrücke, wie " O Himmel!", "Jessas Maria", oder auch einfach nur "Jesus Christus!" Und wenn jemand zornig ist, dann schreit er sogar "Herrgott nochmal!"
Alle diese Ausrufe werden stimmlich unterschiedlich ausgedrückt, um die zugrundeliegenden Gefühle entsprechend zu betonen. Und sie werden völlig unwillkürlich und unbewusst gebraucht und gehören zum Standardrepertoire des jeweiligen Sprachgebrauchs.
Inzwischen gibt es sogar ein sogenanntes Akronym für die Wörter "O Mein Gott!"
(das ist eine Abkürzung aus Anfangsbuchstaben, die für bestimmte Wörter stehen).
Und das zweite Wort, das sicher ebenso häufig genannt wird, wenn Gott irgendwie oder irgendwo ins Spiel kommt, ist "LIEB". Ich denke, du hast selbst schon in manch schwierigen Situationen gedacht: "Lieber Gott, hilf mir" oder du hast gedacht, dass "der liebe Gott das schon machen wird " und ähnliches. Von trauernden Menschen hört man oft: "Der liebe Gott hat es so gewollt!" Der "liebe Gott" ist also bei all jenen Menschen schnell auf ihrer Zunge, was bedeutet, dass sie keine Ahnung haben, wer Gott wirklich ist. Lass dir ganz klar sagen:
GOTT IST NICHT LIEB - GOTT IST DIE LIEBE !
Das ist ein entscheidender Unterschied und wir wollen uns deshalb ein wenig mit dem Charakter Gottes befassen. Er hat sich in seinem Wort, der Heiligen Schrift, ausführlich, umfassend und vollständig offenbart und wir erfahren eine ganze Menge darüber, wer, was und wie ER ist.
Zuerst werden wir feststellen, dass beim "lieben Gott" nicht der Gott der Bibel, der wahre, große, mächtige, liebende und auch strafende Gott angerufen wird, sondern viel eher irgendein "liebes" Wesen, das in einer entfernten, kosmischen Energie haust. Der Duden beschreibt das Wort "lieb" als "eine von liebenswerter, angenehmer Eigenschaft , mit seinem Verhalten Freude bereitend, gefällig, nett, liebenswert..." In Wahrheit stellt es also eine Verniedlichung eines Wesens dar, das so allmächtig, unbegrenzt, souverän, so unfassbar ist, dass es unsere Erkenntnismöglichkeit bei weitem übersteigt. Du wirst nun denken, mein Gott (aha, siehst du?), was ist denn schon dabei, irgend so einen Satz zu sagen, es ist einfach unser Sprachgebrauch...? Ja meinst du, Gott sagt einfach irgendetwas und wir können es nach Gutdünken verniedlichen oder ignorieren oder unsere eigene Meinung dazu interpretieren?
In den zehn Geboten, die sowohl im 2. Buch Mose 20,7 und im 5. Buch Mose 5,11 vorkommen, macht Gott uns bereits unmissverständlich klar:
"Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht."
Wer Gott also wirklich kennenlernt, wird schnell davon Abstand nehmen, so leichtfertig seinen heiligen Namen auszusprechen.
GOTT IST EIN UNUMSCHRÄNKTER HERRSCHER!
In unserer demokratischen Welt ist dieser Begriff kaum mehr seinem ursprünglichen Sinn nach signifikant, denn schließlich geht bei den meisten Nationen "die Macht vom Volk aus", zumindest sagen es so die Verfassungen der westlichen Welt. Aber du kennst natürlich Diktatoren, wie jenen in Nordkorea, vor dem sich alle Menschen beugen und ihn "an beten" müssen. Oder die grausame Machthaber in der islamischen Welt, die ihre eigene Bevölkerung abschlachtet, wenn sie nicht bestimmten Regeln gehorcht. Und dann gibt es noch die offiziellen oder "geheimen" Machthaber, die, im Blickpunkt oder fernab jeder Öffentlichkeit, ihre Fäden ziehen.
Kim Yong un
Josef Stalin
Adolf Hitler
Klaus Schwab
Ursula von der Leyen
Bill Gates
Donald Trump
Ali Khameni
Das ist nur ein kleiner Auszug von "weltlichen Machthabern. Sie alle werden sterben oder sind bereits gestorben. Ihre Macht ist begrenzt.
Gott hingegen ist:
souverän - allmächtig - uneingeschränkt - unfehlbar - immerwährend - autark - weisungsfrei - erhaben - autonom - unabhängig - heilig.
Er hat keinen Anfang und kein Ende. Er war immer, er ist und er wird immer sein.
Er hat das Universum geschaffen, die Erde, die Pflanzen, die Tiere und den Menschen.
Alles, was geschieht, geschieht unter seiner vollkommenen Kontrolle.
Ich bin sicher, du fragst dich gerade, wie kann ein allmächtiger, heiliger Gott solche Grausamkeiten zulassen, die auf unserer Welt passieren? Das ist das große und leidige Thema der sogenannten "Theodizee-Frage (siehe mein Beitrag 32), auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Nur soviel: Es hängt damit zusammen, dass wir in einer gefallenen Welt leben, deren Geschöpfe aufgrund des Sündenfalls und des Ungehorsams der ersten Menschen "unerlöst" und dem ewigen Tod preisgegeben wurden und deren wahrer Herrscher seither Satan ist, der mit seinem Dämonenheer geschickt alle bösen Fäden zieht. Und wir alle wären in Ewigkeit verloren und würden uns nach unserem Tod in einem Zustand vorfinden, der unsere schlimmsten Fantasie übersteigt, hätte dieser unfassbare Gott nicht den Ausweg aus diesem Dilemma geschaffen, einen Ausweg, den menschliche Vorstellungskraft in seiner Fülle nicht zu begreifen vermag. Er hat seinen Sohn Jesus Christus als Mensch in diese verlorene Welt gehen lassen, der sich freiwillig hingegeben hat, um die Schuld der Menschen durch seinen grausamen Tod am Kreuz zu sühnen. Damit hat er den Weg zurück zum Vater freigeblutet, damit jeder, der dieses Angebot annimmt und seinen Glauben an Jesus Christus bekennt, nach dem leiblichen Tod nicht ins Verderben, sondern ins ewige Leben gehen kann.
"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."
(Joh. 3,16)
"Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richtet, sondern dass die Welt durch ihn gerettet wird"
(Joh. 3,17)
"Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat – wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken? "
(Röm. 8,32)
Diese Art von Liebe können wir Menschen nicht vergleichen mit dem armseligen Begriff, den wir uns so oft unter Liebe vorstellen. Liebe hat so viele Facetten und wird vorwiegend auf menschliche Gefühle reduziert. Aber Gottes Liebe ist universell - und sie zeigt sich in vollem Umfang in jenen Menschen, die durch eine geistliche Wiedergeburt zu "seinen Kindern" geworden sind.
Ich liebe, die mich lieben; und die mich suchen, finden mich.
(Spr. 8,17)
Gottes Liebe ist universell - weil er die Liebe selbst ist - aber das bedeutet nicht, dass er nicht auch hinter jedem Unheil steht. Er ist für uns sehr oft unbegreiflich und er ist keinesfalls so, wie wir ihn gerne hätten. Er ist Gott! Niemand kann ihm einen Rat erteilen, kann ihn beschuldigen, kann ihm etwas vorwerfen, kann ihn zu etwas zwingen. Man kann ihn geringachten, ihn lächerlich machen, über ihn spotten, ihn negieren, was auch immer. Der freie Wille des Menschen ist Gott "heilig"! Nur: Das erspart niemandem das Gericht....
Nähert man sich Ihm aber auf dem Weg über Jesus Christus, dann, und nur dann, ist der Mensch "befähigt", seine grenzenlose Liebe kennenzulernen und zu erkennen.
Satans Kampf gegen Seine Geschöpfe - dessen Macht in allen Menschen, die das Rettungsangebot nicht annehmen, existiert und die sie regiert - ist unerschöpflich und wird sich - bis Jesus wiederkommt, um ihn und die Welt zu richten, noch ins Unermessliche steigern. Wir leben bereits in der sogenannten "Endzeit". Dennoch ist noch "Gnadenzeit", was bedeutet, dass jeder Mensch die Gelegenheit hat, umzukehren und Gott als Seinen Schöpfer, Seinen Vater, Seinen Heiland, Seinen Retter anzunehmen. Ergreife sie!
Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, von dem jede Vaterschaft in den Himmeln und auf Erden benannt wird:
Er gebe euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen;
dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnt und ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid,
damit ihr imstande seid, mit allen Heiligen völlig zu erfassen, was die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist,
und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, damit ihr erfüllt werdet zur ganzen Fülle Gottes.
Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt,
ihm sei die Herrlichkeit in der Gemeinde und in Christus Jesus auf alle Geschlechter hin von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Amen.
(Eph. 3,14-21)
Möge Gott, der HERR, dich reichlich segnen!