Wie weit wir auch in die menschliche Geschichte zurückgehen, stets sind wir mit Völkern konfrontiert, die bis in die Mitte des ersten Jahrtausends n.Chr. Religionen ausübten, die eine Vielgötterei zur Grundlage hatten. Die griechische Mythologie beinhaltet für uns Europäer wohl das bekannteste Sammelwerk von Erzählungen über Götter, die ihren Sitz im OLYMP hatten, einem Gebirgsmassiv, das an der Ostküste Griechenlands, im Grenzgebiet von Thessalien und Zentralmakedonien liegt.
im 5. Jahrhundert v.Chr. bezeichnete Herodot den hier beschriebenen, thessalischen Olymp als den Wohnort der Götter, in dessen Inneren sich die Paläste befanden, die von den zwölf Hauptgöttern (Zeus, der Göttervater und Herrscher, Hera, seine Gemahlin, Poseidon, Demeter, Athene, Apollon, Artemis, Ares, Aphrodite, Hephaistos, Hermes und/oder Hestia bzw. Dionysos) und ihren Abkömmlingen und Dienern bewohnt wurden.
Diese Göttern ordnete man neben ihrer Unsterblichkeit auch übernatürliche Kräfte zu und vor allem auch viele menschliche Eigenschaften. So liebten und hassten sie, empfanden Freude, Trauer, Zorn, Eifersucht. Sie waren unmoralisch, hemmungslos, grausam und blutrünstig.
Die griechische Mythologie, die bis weit über 2.000 v.Chr. zurückreicht, hatte nicht nur einen prägenden Einfluss auf die römische Mythologie, sondern auch auf die gesamte abendländische Kultur, Literatur und Philosophie.
Die Römische Kultur hatte anfangs ihre eigenen Natur- und Stammesgötter. Erst später übernahmen sie die griechischen Götter und ihre Darstellungen, insbesondere, nachdem die Römer Griechenland eroberten. Die römischen Götter erhielten dabei oft lateinische Namen, die die griechischen Götter abbildeten. So wurde aus Zeus Jupiter, aus Hera Juno, aus Ares Mars und aus Aphrodite Venus. Weitere "bekannte" Götter waren Minerva, Neptun, Apollo, Merkur, Ceres und Diana.
Das Pantheon wurde im Jahr 27 v. Chr. von Marcus Agrippa, einem engen Vertrauten von Kaiser Augustus, erbaut (später zerstört und wieder aufgebaut) und einer Vielzahl von Göttern geweiht. Er wurde als Tempel für alle Götter des antiken Roms genutzt. Zu ihnen gehörten Mars, Jupiter, Venus und Divus Julius (der vergöttlichte Julius), eine Bezeichnung für Julius Caesar, der nach seiner Ermordung im Jahr 44.n.Chr. vom römischen Senat zur Gottheit erhoben wurde.
Eine weitere "Götterkultur" sei noch erwähnt: Die Keltische Mythologie, die ebenfalls eine polytheistische Religion war, die auf der Verehrung vieler Götter, Göttinnen und Geistern beruhte, die eng mit der Natur verbunden waren. Sie wurde in weiten Teilen Europas ausgeübt, von Irland und Großbritannien über Gallien (Frankreich) und Mitteleuropa bis nach Kleinasien (heutige Türkei).
Es gab eine Vielzahl von Gottheiten, Kriegsgötter, eine Muttergöttin, Götter der Fruchtbarkeit oder des Handwerks. Auch Berge, Flüsse oder Pflanzen wurden als beseelt und göttlich verehrt.
Die Kelten glaubten, dass die Bäume die Geister ihrer Vorfahren waren und eine Verbindung zwischen ihrem irdischen Leben und dem nächsten herstellen.
Bis auf die östlichen Religionen, die auch heute noch eine Vielzahl von Göttern kennen, hat zumindest in der westlichen Hemisphäre der Glaube an viele Götter ein Ende gefunden (leider auch an den einzigen, wahren Gott, den Schöpfer allen Lebens - aber das ist ein anderes Thema..)
Aber wenn du nun meinst, dass wir in unserer "aufgeklärten" Zeit diese religiösen Mythen hinter uns gelassen haben, dann lass dich eines Besseren belehren. Denn es gibt heute viele moderne, religiöse Strömungen, die sich vor allem an antikem, keltischem, germanischem und slawischem Heidentum, also an Naturreligionen, Mythen und anderen außereuropäischen ethnischen Religionen orientieren. Man nennt diese Strömungen Neopaganismus oder Neuheidentum. Die Zahl ihrer Anhänger ist statistisch schwer zu ermitteln, aber Schätzungen gehen von mehreren Millionen weltweit aus. Ich möchte kurz auf die "bekanntesten" unter ihnen eingehen:
Die größte unter ihnen ist die WICCA-Bewegung. Sie ist vor allem in den angloamerikanischen Ländern wie die USA und im Vereinigten Königreich vertreten, wo sie staatlich anerkannte, neopagane Gemeinschaften sind, die sich für Religionsfreiheit einsetzen. Inzwischen ist dieser Kult weltweit vertreten. Ihre Anhänger glauben an eine Große Göttin die sich in der Natur in verschiedenen Erscheinungsformen zeigt. Sie ist einmal die „Große Mutter“ – die Erde aus der wir alle geschaffen sind und zu der wir wieder gehen, aber auch die Mondgöttin die durch den Lauf des Mondes verkörpert wird – der zunehmende Mond ist das junge Mädchen, der Vollmond die schwangere reife Frau, der abnehmende Mond die alternde Weise, und bei Neumond wird sie wiedergeboren. In ihren Ritualen kommen verschiedene Gottheiten zum Einsatz. Zu den zentralen Praktiken gehören das Schaffen eines magischen Kreises, das Anrufen von Gottheiten und Elementen, sowie Techniken wie das „Erden“ und „Zentrieren“. Wichtige Rituale umfassen auch die Feier der Jahreskreisfeste wie Beltane und Samhain sowie Vollmond-Rituale wie „Drawing Down the Moon“.
Inzwischen soll es bis zu einigen Millionen Anhängern des Wicca-Kults weltweit geben. In Deutschland scheinen an die 200.000 Menschen dieser Religion anzugehören.
Die mystischen Steine von Stonehenge in England sind Anziehungspunkt für moderne Hexen, Druiden und Anhänger anderer Naturreligionen. Ein Mal im Jahr, zur Sommersonnenwende, wird der Zutritt zu dem sonst abgesperrten Monument ermöglich
Ihr sollt euch keine Götzen machen, weder Götterstatuen noch geweihte Steinsäulen noch Steine mit eingeritzten Bildern. Ihr dürft euch vor keinem Götzen niederwerfen und ihn anbeten, denn ich allein bin der HERR, euer Gott!
(3.Mo. 26,1)
Erwähnt werden soll noch die sogenannte "ASATRU-Bewegung, die sich an der nordischen Mythologie der Wikinger und Germanen orientiert und Götter wie Odin, Thor und Freya verehrt. Ásatrú ist polytheistisch und betet eine Vielzahl von nordischen Göttern und Göttinnen an. Die "Eddas", die im 13. Jahrhundert verfasst wurden, gelten als heilige Schriften und moralische Orientierung.
In Island z.B. hat sich die Ásatrú-Gemeinde in den letzten Jahren stark vergrößert und baut dort einen neuen heidnischen Tempel in Reykjavik, der für alle offen sein soll.
Asatru-Mitglieder auf dem Weg zu einem Blót (eine den Göttern gewidmete Kulthandlung) in Island
Ásatrú, die Wiederbelebung der germanischen Götterverehrung, existiert auch in Deutschland und in Österreich. Während die meisten Anhänger der modernen, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Form (?) folgen, die sich von völkischen Ideologien distanziert, gibt es keine zentrale, überregionale Organisation in Österreich. Stattdessen gibt es kleinere, regionale Gruppen, die sich durch Treffen, Arbeitsgemeinschaften und Publikationen organisieren.
Denn alle Götter der Völker sind Götzen, aber der HERR hat den Himmel gemacht.
(1.Chr. 16,26)
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Wenn du jetzt meinst, dass wir in unserer "aufgeklärten" Zeit das Götzentum abgeschafft haben, dann befindest du dich in einem großen Irrtum. Und auch wenn du über den Götterglauben der alten Griechen oder Römer schmunzelst, und nicht so dumm bist, die Sonne, den Mond, irgendeine Statue, ein Bild, die Natur, oder was auch immer anzubeten oder dich sogar vor ihnen niederzuwerfen, so sei dir gesagt, dass es, wenn du nicht durch Gottes Wort zur Wahrheit gefunden hast, in deinem Leben vermutlich noch mehr Götzen gibt als in den antiken Zeiten.
WER ODER WAS also IST DEIN GÖTZE?
Was sind Götzen in der heutigen Zeit? Alles, was wir tun, um unsere Wünsche zu befriedigen, ohne nach Gott zu fragen, und woran wir unser Herz hängen, sind solche Götter. Für sie sind wir sogar bereit, große Opfer zu bringen. Im einzelnen heißen sie Selbstverwirklichung, Erfolg, Macht, Geld, Familie, Lustbefriedigung, Egoismus, Konsum, Fortschritt und auch Wissenschaft. Und das eigene ICH ist zum "Göttervater" geworden.
Es gibt nur einen Schöpfer des Himmels und der Erde, das ist jener Gott, der sich in seinem Wort, der Bibel, vollständig geoffenbart hat. Er allein ist jeder Anbetung und Verehrung wert. Alles andere ist Seine Schöpfung. Somit ist jedes geschaffene Ding und auch jede Vorstellung, die an Seine Stelle gesetzt werden, ein GÖTZE. All das wird aus göttlicher Sicht als Götzenanbetung und als Götzendienst bezeichnet.
"Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen!"
(Mt. 4,10)
Ich bin der HERR und sonst keiner. Außer mir gibt es keinen Gott.
(Jer. 45,5)
Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.
(Jes. 44,6)
So erkenne denn heute und nimm dir zu Herzen, dass der HERR der alleinige Gott ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst!
(5.Mo.4,39)
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Jesus hat uns ganz dezidiert gesagt, dass wir alles hintenan stellen müssen, wenn wir seine Nachfolger sein wollen. Nun, vielleicht willst du nicht sein Nachfolger werden, weil du nicht loslassen möchtest von den Dingen, denen du nachstrebst und von jenen, die dir wichtiger sind als Gott. Es ist keine leichte Entscheidung. Du kannst auch vorher nicht wissen, was du im Gegenzug erhältst. Aber lass dir sagen, dass es so viel mehr ist als alles, was dir in deinem Leben soooo wichtig erscheint. Das kannst du nur erfahren und erleben, wenn du den Schritt zur Umkehr machst. Der Christenweg ist automatisch nicht einer, der dir von heut auf morgen alles gibt, aber auch nicht einer, der dir unmittelbar alles abverlangt. Gott führt dich individuell und langsam, Schritt um Schritt. Er ist an deiner Seite, wenn du lernst, jene Dinge abzulegen, die dir den Blick auf die Wahrheit versperren. Sei sicher, mit jedem Erfolg neigt sich die Waage auf der Seite Gottes zu mehr Freude, mehr Frieden, mehr Sicherheit, mehr Hoffnung, mehr Sinn. Es ist ein aufregender Weg, der dich zwar auch oft zweifeln wird lassen, du wirst straucheln, wieder aufstehen und weitergehen. Und mit jedem Schritt wirst du mehr Erkenntnis und Offenbarung darüber erhalten, wozu du lebst, wohin du gehst und was dir bevorsteht, wenn du deine Augen für immer schließt.
Gott überlässt dir die Entscheidung. Er hat dich mit einem freien Willen ausgestattet, weil er mit seinen Geschöpfen auf einer Ebene der Freiwilligkeit Kontakt haben möchte. Er stellt ihnen frei, sich zu entscheiden, hat aber auch unmissverständlich klargemacht, dass der Mensch im Falle, dass man ihn ablehnt und das Angebot der göttlichen Liebe ausschlägt, mit bitteren Konsequenzen zu rechnen hat. Auch das ist eine Tatsache, und vor allem eine, die nach dem Tod nicht mehr änderbar ist.
Umkehr bedeutet zwar, sein Leben Jesus Christus vorbehaltlos hinzugeben (und damit "gerettet" zu sein), aber nicht, sofort "heilig" zu sein. Es ist ein Weg, dessen Leitung und Führung von da an Gottes Priorität ist. Mit fortschreitender Erkenntnis kommen jene Verheißungen in dein Leben, die dir keine weltliche Wunscherfüllung je bieten werden können, nämlich Frieden, Freude, Sicherheit, Sinn, Dankbarkeit und Hoffnung - und nach dem Tod ewiges Leben bei dem, der der Herr des Lebens ist.
Die Götzenbilder unserer Welt sind Gott deshalb so ein Dorn im Auge, weil der eine, unsichtbare und unvergleichliche Gott in Jesus Christus menschliche Gestalt angenommen, sich in die Welt begeben und sich vollständig offenbart hat. Deshalb findet man den Weg zu Gott nicht durch eigene Vorstellungen, Götzenbilder oder spirituelle Erlebnisse, sondern nur durch Jesus Christus.
Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.
(Offb. 1,8)
Der Herr segne dich!
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