Als ich begann, mich mit diesem Thema ein wenig näher zu befassen, hat mich großes Unbehagen erfasst. Nicht, dass mir nicht bewusst war, wie schnell sich die bisher gültigen Werte ins Gegenteil verkehrt haben, hat mich doch die Tatsache, wie sehr unsere Kinder und Jugendliche (und verstärkt auch nun Kindergartenkinder) in den letzten Jahrzehnten ins Visier des Bösen genommen wurden, sehr betroffen. Abgesehen davon, dass der Zugang zu den sozialen Medien, die von den Jugendlichen rund um die Uhr konsumiert werden und die ihnen ungefiltert zur Verfügung stehen und sie - mehr als es ihnen bewusst ist - indoktrinieren*), gibt es kaum eine Instanz mehr, die sonderlich daran interessiert ist, Kontrolle über eine Entwicklung auszuüben, die untere dem Titel "Sexualisierung von Klein auf" alle Bildungsbereiche unseres Lebens erreicht hat.
Es ist in unserer Gesellschaft nicht mehr möglich, ohne ein Handy zu existieren. Neben dem Handy werden auch Inhalte aus TV, Tablets, Videospielen und anderen Technologien genützt. Die US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) berichten über die durchschnittliche Zeit, die Kinder und Jugendliche täglich vor den Bildschirmen verschiedenster Art verbringen: Kinder von 8-10 Jahren: Sechs Stunden, Kinder von 11-14 Jahren: neun Stunden und Jugendliche von 15-18 Jahren: siebeneinhalb Stunden. Dass aber Kinder in ihrem Medienverhalten immer jünger werden, ist eine Tatsache.
*) Indoktrinieren bedeutet, eine bestimmte Ideologie oder Meinung mit gezielten, oft einseitigen Informationen durchzusetzen, wobei kritisches Denken ausgeschaltet wird. Es ist eine Art der tiefgreifenden Beeinflussung, die durch wiederholte Unterweisung und psychologische Techniken erfolgt, um Menschen eine bestimmte Weltanschauung aufzuzwingen. Im Gegensatz zu einer überzeugenden Auseinandersetzung wird bei der Indoktrination eine kritische Prüfung der eigenen Ansichten oft vermieden.
Und es ist auch eine Tatsache, dass mit dem ungefilterten Medienkonsum auch Inhalte eingesogen werden, die der gesunden Entwicklung eines jungen Menschen regelrecht gefährlich sind.
Feststeht, dass es auch für Erwachsene immer schwieriger wird, ohne Smartphone zu "überleben, weil, immer mehr Lebensbereiche nur noch digital funktionieren. Aber zumindest dürfen wir davon ausgehen, dass jeder Erwachsene für sein Konsumverhalten selbst verantwortlich ist. Aber was ist mit unseren Kindern und Jugendlichen?
In Österreich nutzen Kinder und Jugendliche Medien intensiv, vor allem das Smartphone für WhatsApp, Instagram und YouTube; täglich sind die meisten online, wobei die Nutzungsdauer mit dem Alter steigt: 94 % der 12-19-Jährigen besitzen ein Smartphone und die durchschnittliche, tägliche Smartphone-Nutzung bei Jugendlichen liegt bei über 4 Stunden.
Ob die übermäßige Handy- und Medien-Nutzung der Kinder und Jugendlichen in weiterer Folge auch zu jenem Ergebnis einer OECD-Studie über die Kompetenzen von Erwachsenen beim Lesen, Rechnen und Problemlösen führten, die Bildungswissenschaftler Stephan Gerhard Huber von der Johannes Keppler Universität Linz mit "alarmierend" und "besorgniserregend" bezeichnet, liegt wohl auf der Hand. Demnach können in Österreich 29 % der Erwachsenen nur schlecht lesen und schreiben, sie scheitern sogar an Aufgaben, die ein zehnjähriges Kind nach der Volksschule bewältigen können sollte.
Ich habe kürzlich eine kleine Gesprächsrunde im Bekanntenkreis erlebt, dass die meisten der "älteren" Generation noch in der Lage waren, viele Balladen und Gedichte auswendig herzusagen, die sie in der Schule gelernt hatten. Heute lernt niemand mehr etwas auswendig. Wer braucht das schließlich heute noch?
Das Auswendiglernen von Gedichten dient ja "nur" der Schulung von Gedächtnis und Konzentration, der Verbesserung der Sprachkompetenz (Wortschatz, Rhythmus, Betonung) und der Förderung der Emotionalität und Vorstellungskraft, wodurch das Gehirn trainiert wird und eine tiefere Auseinandersetzung mit Sprache und Kultur stattfindet. Es verfeinert die Ausdrucksfähigkeit, lehrt das freie Vortragen und hilft, sprachliche Muster zu erkennen, was auch die Fähigkeit zur Aufnahme neuer Vokabeln stärkt.
Dafür wird z.B. in Teilen Deutschlands von der 8. Klasse an, einen "Führerschein" zu machen, angeboten. Nicht für ein Fahrzeug, sondern den "Kondom-Führerschein". Das ist ein Leitfaden für die Benutzung von Kondomen, in Form eines Arbeitsblattes oder Buches. Hat man alle Aufgaben dazu erfüllt, wird dieses Dokument von der Lehrperson unterschrieben.
Abgesehen vom sinkenden Bildungsniveau erschrecken mich vor allem die fortschreitenden Bemühungen, unsere Kinder mit Sexualisierung und auch Frühsexualisierung zu überfluten.
Gehörte die Sexualität bis vor wenigen Jahrzehnten noch in den intimen und geschützten Bereich von Ehe und Familie, so muss "heute Schluss sein mit der Verklemmung" (Zitat aus Lehrplänen in Schulen).
In unseren Schulen ist der Religionsunterricht weitestgehend abgeschafft. Stattdessen werden Ethik- und Sexualkundeunterricht angeboten, der fächerübergreifend erweitert wird, weil das Thema der sexuellen Vielfalt hinreichend Berücksichtigung und angemessene Behandlung zu finden hat.
(Nun gut, die meisten Vierzehn-, Fünfzehn- , Sechzehn- oder Siebzehnjährige werden mit diesen Themen zurechtkommen, schließlich haben sie durch Medien, Social-Media, Filmen und entsprechenden Porno-Seiten genügend Informationen konsumiert. Und durch eigene Erfahrungen ihre Sexualität längst ausgelebt.)
Auf der UN-Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking wurden erstmals folgende Ziele zur Umsetzung vorgestellt:
1. In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeitmütter.
2. Da mehr sexuelle Vergnügungen zu mehr Kindern führen können, braucht es den freien Zugang zu Verhütung und Abtreibung für alle und Förderung homosexuellen Verhaltens, da es dabei zu keiner Empfängnis kommt.
3. In der Welt braucht es einen Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche, der zu sexuellen Experimenten ermutigt. Es braucht die Abschaffung der Rechte der Eltern über die Kinder.
4. Die Welt braucht eine 50/50 Männer/Frauen Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche. Alle Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten einer Erwerbstätigkeit nachgehen.
5. Religionen, die diese Agenda nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit preisgegeben werden.“
(Was meinst du, welche Religion damit gemeint ist? Es sind - zumindest in der westlichen Welt - ausschließlich die Christen, denn es ist die einzige Religion, die von Gott her alle Werte und Gebote erhalten haben, die ein sinnerfülltes Leben möglich machen. Und das steht diesen Strömungen diametral entgegen.)
1999 wurde obiger Gender-Mainstreaming im Amsterdamer Vertrag als Leiprinzip er EU verbindlich festgeschrieben. 2002 wurde er in Österreich von der Regierung auf Bundes- und Landesebene beschlossen. 2015 wurde in Österreich vom Bundesministerium für Bildung und Frauen ein Grundsatzerlass für Sexualpädagogik beschlossen, der die Standards der WHO für Sexualaufklärung für Europa als Grundlage nennt und der Sexualpädagogik der Vielfalt Tür und Tor öffnet. Dieser Unterricht soll flächenübergreifend stattfinden. Mit dem Grundsatzerlass "Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung" vom Bundesministerium 10/2018 wird die Genderideologie ausgeweitet und unter anderem die Auflösung der "Bipolarität von Mann und Frau" gefordert.
In keinem dieser Beschlüsse wurde das österreichische Volk informiert oder gefragt. Wie kann ein Leitprinzip gelten, das vom Volk weder legitimiert noch durch ein Parlament beschlossen wurde und das die meisten Menschen in Österreich nicht einmal kennen?
Hillary Clinton hält eine Rede
Eben diese angeführten Leitlinien haben nach und nach auch die Kindergärten erreicht. Das Thema Sexualpädagogik ist somit ein zentraler Bestandteil des Bildungs- und Erziehungsauftrags in Kindertageseinrichtungen geworden. Zitat: "Sie trägt dazu bei, dass Kinder frühzeitig ein positives und gesundes Verhältnis zu ihrem eigenen Körper und ihrer Sexualität entwickeln". Die Bildungspläne betonen, dass Sexualpädagogik zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung gehört. Und dass bereits die kleinsten Kinder zu einem selbstbestimmten und selbstbewussten Umgang mit der eigenen Sexualität "erzogen" werden sollen.
Der Begriff "Frühsexualisierung" wird - so wird kolportiert - hauptsächlich von rechtskonservativen und rechtspopulistischen Kreisen verwendet, um Ängste zu schüren und moderne Sexualpädagogik, wie sie in Kitas und Schulen praktiziert wird, zu diskreditieren (!!??)
Ist es nicht vielleicht so,
o dass die Sexualpädagogik der Vielfalt die Schamgrenzen der Kinder verletzt und einen unzulässigen Eingriff in deren natürliche Entwicklung darstellt?
Es häufen sich bereits Fälle, wo es zu sexuellen Übergriffen von Kindern auf Kinder kommt!
o dass sie durch pädagogische Materialien und Kinderbücher mit verschiedene Familienmodelle und auch geschlechtlichen und sexuellen Identitäten in Kontakt gebracht werden müssen?
o dass ihnen Bücher über queere Elternteile oder queere Kinder gezeigt werden und sie mit Besuchen von Trans-Personen beglückt werden?
o dass sie in eigenen Räume zum "Doktorspielen" eingeladen werden, wo sie "Körper-Erkundungen" durchführen, sich selbst und andere Kinder "streicheln und untersuchen" können?
Kürzlich hörte ich von einem Bekannten aus Deutschland, der von einem Mann seines Umfeldes hörte, dass dieser gefeuert wurde. Er arbeitete in einer Kita und hatte sich geweigert, eine Abhandlung darüber zu schreiben, wie man Drei- bis Fünfjährige Kinder an die Masturbation heranführt !!!!!
Wie krank ist das alles ?
"Kinder haben vom Säuglingsalter bis zur Geschlechtsreife ein extrem niedriges quantitatives Niveau an Sexualhormonen, wie Hormonforscher heute nachweisen können. Sexualität hat hier kein Zeitfenster und infolge dessen hier auch nichts zu suchen. Es ist deshalb eine besondere Verantwortung der Erziehenden, Kinder auf diesem Feld vor zu früher Konfrontation mit der Sexualität der Erwachsenen zu bewahren".
Christa Meves, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, Autorin.
Solche Worte werden nicht gehört. Denn sie gehören einer christlichen Wissenschaftlerin, die noch dazu bereits 100 Jahre alt ist. Sie hat früh schon erkannt, was in den sechziger Jahren heraufzieht: die Zerstörung des Wertefundaments der Gesellschaft, der Großangriff auf die Familie durch die sogenannte "sexuelle Befreiung", und die antiautoritäre Bewegung.
Wir Christen sind aufgerufen, unseren Glauben zu verteidigen. Ich appelliere an Eltern, die noch ein gewisses Maß an Wertegefühl empfinden: Nehmt eure Verantwortung ernst, damit eure Kinder nicht den teuflischen und dekadenten Strömungen zum Opfer fallen, die "als Engel des Lichts" in die intimsten Bereiche unseres Lebens dringen, und die Sinne verblenden. In der Bibel sind diese Zeiten vorhergesagt. Im 2. Timotheus-Brief beschreibt Paulus die Menschen der Endzeit: selbstsüchtig, hochmütig, Kinder als den Eltern ungehorsam, undankbar, lieblos, zügellos, unbesonnen, aufgeblasen, das Vergnügen über alles liebend usw. usw. Nicht nur die fehlenden christlichen Vorbilder der Eltern, sondern vor allem auch die staatliche Erziehung in Kindergarten und Schulen sind der wirksame Nährboden dafür, dass solche "Früchte" entstehen. Alle Ideologien werden von Mächten und Gewalten, die im geistlichen Bereich beheimatet sind, gesteuert und bieten jetzt, am Ende der Tage, alles auf, um noch so viele Menschen wie möglich mit in den Abgrund zu ziehen.
Deshalb liebe Eltern, die ihr noch die Möglichkeit habt, zu entscheiden, wacht auf, informiert euch über diese Entwicklungen und kehrt um zu Gott! Zum Schutz eurer Kinder und zu eurem eigenen Heil !!
Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und sonst keiner.
(Jes. 45,22)
So erkenne nun heute und nimm es dir zu Herzen, dass der HERR der alleinige Gott ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst! Und halte seine Ordnungen und seine Gebote, die ich dir gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut geht!
(5.Mo. 4,39)
Gott, der Herr, segne dich!
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