(49) Kirchen am Abgrund und Kirchen des Abgrunds

Lass mich dir am Anfang dieses Beitrages zwei  Fragen stellen:

Bist du sicher, dass du Christ bist? Und bist du sicher, dass du zum Volk Gottes gehörst? 

 

Wenn du beide Fragen mit JA beantwortest, dann frage ich weiter: Worauf stützt du dieses JA ?

Ich denke, dass du folgendermaßen antworten wirst: Ich bin katholisch oder evangelisch,  getauft, ich gehe auch sonst immer wieder (oder hin und wieder)  in die Kirche,  ich glaube natürlich an Gott, ich lebe ein ordentliches Leben, ich bemühe mich, ein guter Mensch zu sein, ich spende für Licht ins Dunkel oder den Tierschutzverein, ich lasse Ostern  mein Fleisch weihen und ich bete auch, vor allem, wenn es mir nicht gut geht. Dann bitte ich Gott, dass er mir hilft.  

Habe ich recht????

Genauso leben unzählige "christliche" Menschen auf unserem Planeten. Sie leben mit einer gefährlichen Illusion. Sie gehen in die Kirche, singen Lieder, sie beten und doch gehen sie auf einen Abgrund zu. Nicht weil sie nicht an Gott glauben würden oder weil sie niemals etwas Gutes tun, sondern weil sie die Wahrheit ignorieren, die seit langem nicht mehr von unseren Kanzeln gehört wird, die uns Gott aber in seinem unverfälschten, vollkommenen Wort, der Bibel, geoffenbart hat. Und diese unverfälschte Wahrheit finden sie nicht in dem Gefühl, eh am rechten Weg zu sein, sondern im Willen Gottes für uns Menschen. 

In unseren Kirchen wird schon lange nicht mehr die Wahrheit verkündigt. Viele falsche Lehren  haben sich unter die  reine Botschaft gemischt und sie angepasst an das, was die Menschen zu hören begehren. Oder vielmehr haben sich ein paar reine Botschaften unter die abwegige Verkündigung  "verirrt".  So ist Homosexualität auch in den Kirchen nicht nur keine Sünde mehr, sondern vielmehr fester Bestandteil geworden  und  der Altarraum ist zu einem Veranstaltungsbereich mutiert.

Die Menschen müssen und wollen unterhalten werden. Deshalb finden vermehrt  dem Zeitgeist geschuldete "Events" in Kirchen statt, und die wahre Verkündigung eines reinen Evangeliums hat sich längst schon verabschiedet. Kaum ein Prediger verweist auf Jesus, den Sinn seines Kommens, die Notwendigkeit einer geistlichen Wiedergeburt und das ewige Gericht. Stattdessen werden Worte verdreht, verfremdet, umgedeutet, dementiert und die Wahrheit demontiert.  Und darüber stülpt man sicht- und spürbare Erlebnisse, genannt "christliche Events".

Ein Event (englisch für Ereignis) ist ein zeitlich begrenztes, organisiertes und geplantes Geschehen mit einem bestimmten Zweck, an dem Menschen teilnehmen, wie z.B. Konzerte, Messen, Festivals oder Firmenfeiern, um Unterhaltung zu bieten,  und sich so vom Alltag abzuheben. Während der Begriff oft allgemein für Veranstaltungen steht, wird er meist für besonders inszenierte, unvergessliche oder spektakuläre Anlässe verwendet, die eine emotionale Verbindung schaffen sollen

Ich will  heute ein paar Beispiele anführen, was in den letzten Jahren in den traditionellen Kirchen, also vor allem in den protestantischen und den  katholischen Kirchen (ich schreibe hier nur über die deutschen und österreichischen, weiß aber, dass es weltweit ähnlich ist)  passiert ist. Man ist nämlich immer mehr der Meinung, man müsse die Kirchen für alle Menschen öffnen, und sie  "attraktiver" machen, um den Mitgliederschwund aufzuhalten. Deshalb hat man sich einem Geist der Lüge geöffnet,  jenen teuflischen und widernatürlichen Kräften, die es immer leichter haben, die Menschen von der Wahrheit abzuziehen. 

Die protestantisch evangelische Kirche

Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover hat als erste Landeskirche in Deutschland ein dringend notwendiges Gleichstellungsgesetz verabschiedet. Darin werden neben Frauen und Männern ausdrücklich "Personen aller geschlechtlichen Identitäten" wie trans, inter und nicht-binäre Menschen angesprochen. „Alle Menschen aller geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen sollen sich in unserer Kirche sicher und zuhause fühlen“, sagte Cornelia Dassler, Gleichstellungsbeauftragte der Landeskirche. "Ich wünsche mir, dass die hannoversche Kirche hier ein Vorbild für andere Landeskirchen ist".

Damit ist die evangelische Kirche konsequent auf den Weg einer diversitätssensiblen und queersensiblen Weiterentwicklung. Es wird ausdrücklich betont, dass dieser Weg nicht aus gesellschaftlichem Druck entstanden sei, sondern aus theologischer Überzeugung: "Gott ist vielfältig und nicht festlegbar"

 

Hätte Gott "Mehrgeschlechtlichkeit" geschaffen, oder gewollt, dann hätte er sie in seinem Wort manifestiert. Aber dafür finden wir keinen einzigen Beleg. Vielmehr heißt es:

"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie; als Mann und Frau schuf er sie. Und er segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, und füllt die Erde ..." 

(1.Mo. 1,27 ff.)

Eine Frage, nur so nebenbei: Wie kann gem. Gottes Plan ein lesbisches oder homosexuelles Paar "fruchtbar" sein und sich "mehren und die Erde füllen"?

 

In der protestantischen Kirche sind es vor allem Pastorinnen, die sich allen falschen Lehren gegenüber besonders aufgeschlossen erweisen, zumal sie sich selbst schon in der Institution Kirche  gemäß der Bibel auf dem falschen Platz befinden.  Verheiratete, lesbische Paare leben zusammen, leiten Gottesdienste, haben Kinder gemeinsam  predigen, verheiraten ebenfalls lesbische oder homosexuelle Paare im Namen Gottes und der Liebe. Und werden bereits vielfach vom Kirchenvolk nicht nur akzeptiert, sondern zum Teil auch besonders beklatscht.

Falsche Glaubensüberzeugungen werden  dem Kirchenvolk kommuniziert und eingeimpft.  Ihr Credo ist nicht  mehr Jesus Christus und seine Lehre, sondern die "Liebe". Im Namen der Liebe lassen sich jede Lüge, jede Sünde und  jede falsche Lehre als Wahrheit verkaufen. Doch Gott sagt in seinem Wort: "Prüfet alles!" Nicht anhand von menschlichen Meinungen, sondern an Seinem Wort.

Die katholische Kirche :

Es gibt eine etablierte katholische Queer-Gemeinde in Münster, die seit 1999 existiert und einen sicheren, spirituellen Raum für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und diverse Menschen innerhalb der katholischen Kirche bietet und Gottesdienste feiert, oft in Kooperation mit anderen Pfarreien.  Die Gemeinschaft ist ein fester Bestandteil des kirchlichen Lebens in Münster und legt Wert auf Würde, Vielfalt und Respekt, wobei sie sich auch international durch die Ausrichtung von Gottesdiensten (auch im ZDF) einen Namen gemacht hat. 

Jan Diekmann von dieser Gemeinde sagt: "Viele, gerade queere Menschen, haben in unserer Kirche ein schweres Kreuz zu tragen – Anfeindung, Ablehnung, Ausgrenzung", erklärte er. Gott wolle nicht, "dass wir unter der Last des Kreuzes zerbrechen". Das Kreuz zu tragen, heiße nicht, es allein zu schultern, sondern solidarisch zu sein, zu helfen. Nun weiß ich natürlich, dass gerade die monotheistischen Religionen wie Christentum, Judentum und Islam dazu neigen, ihren jeweiligen Weg des Glaubens für den einzig Richtigen zu erachten. Wir bekennen alle den einen Gott, neben dem es keine anderen gibt, aber für das Judentum hat sich Gott letztgültig in der Tora offenbart, für das Christentum in Jesus Christus und für den Islam im Koran. Über die verschiedenen, jeweils gültigen Offenbarungen führen die verschiedenen Wege zum Heil".  

Warum sollte sich Gott, der Schöpfer von Allem, von uns Menschen in den Rahmen von Ausschließlichkeit pressen lassen? Religionen sind gut, denn sie helfen uns, Gott in Gemeinschaft zu verehren. Das ist auf keinen Fall zu unterschätzen! Aber wollen wir Gott wirklich vorschreiben, ob er auch andere Wege zu sich zulässt oder nicht?"

(Es ist so  eine Anmaßung, menschliche Vorstellungen "wie er noch" zu sein hat, über seinen vollständig geoffenbarten Willen zu stellen. Und er hat viele Mal in seinem Wort SEINE AUSSCHLIESSLICHKEIT betont!)

"Ich bin der Herr - und sonst keiner. Außer mir gibt es keinen Gott"

(Jes. 45  u.v.a.) 

"Wer meine Gebote hält, der ist es, der mich liebt"

(Joh. 14,21)

"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als nur durch mich"

(Joh. 14,6)

Das ZDF hatte im Oktober erstmals einen queeren Gottesdienst obiger Gemeinde im Fernsehen übertragen.  Lt. ZDF haben 700.000 Menschen (!) zugesehen. Die Botschaft des katholischen Pfarrers Karsten Weidisch an alle Menschen lautete: "Sei du selbst, stehe zu Dir! Sei so, wie du bist, unterwegs!"

Schauen wir uns ein paar praktische Beispiele dafür an, wie sehr Homosexualität als Normalität in die Kirchen Einzug gehalten hat, wobei es überwiegend protestantische Pastorinnen (es gibt auch schwule Pfarrer!)  sind, die mit Ihren "Lehren" vehement - und mit Billigung ihrer "Oberen"  in die Öffentlichkeit drängen.  

Das sind die Aushängeschilder der lesbischen Pastorinnen in Deutschland, Osnabrück:   Steffi und Ellen Radke: Sie leben mit ihren beiden Töchtern  in Osnabrück.

Ihre Überzeugung geben sie nicht nur in Gottesdiensten weiter, sondern auch in ihrem Youtube-Tagebuch "Anders Amen".  

Und  Das, was sie ihre, Kanal preisgeben, ist, um es auf den Punkt zu bringen, einfach gotterslästerlich!

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Ellen Marie Barrett, 1946  geb. in Kansas, ist eine Priesterin der Episkopalkirche der USA. Sie war die erste offen lesbische Frau, die zur Priesterin geweiht wurde, nachdem der Generalkonvent der Episkopalkirche 1977 die Ordination von Frauen genehmigt hatte. 

Die schwedische Pfarrerin Eva Brunne war die erste offen lesbische Bischöfin einer großen Kirche weltweit, als sie 2009 zur Bischöfin der lutherischen Diözese Stockholm gewählt wurde und bis 2019 amtierte. Sie lebte in einer registrierten Partnerschaft mit ihrer Frau Gunilla Lindén, die ebenfalls Pfarrerin ist, und sie haben gemeinsam einen Sohn. Ihre Wahl wurde als bedeutender Schritt für die Akzeptanz von LGBTQ+-Personen in der Kirche angesehen

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Die beiden Pfarrer Jörg Zabka und Alexander Brodt-Zabka leben unter einem Dach als verheiratetes, schwules Paar   in Lichterfelde  zusammen.  Und arbeiten beide als Pfarrer.

Zabka sagt, "dass viele von der Bibel wissen wollten, was richtig sei und was falsch. Aber darum gehe es nicht. Sondern darum, "was die Liebe uns bietet". 

Holy Shit: Zwei junge lesbische Pfarrerinnen treten mit Frische und Humor gegen angestaubte Kirchenstrukturen an.

Mit Priscilla Schwendimann, Pfarrerin in Zürich & Claudia Steinemann, Pfarrerin in Kölliken bekommt die Kirche eine neue Sprache und ein neues Gesicht. Claudia ist Pfarrerin auf dem Land, Priscilla in der Stadt. Ein Gewinn für die Kirche sind beide (?!)

"Holy Shit" ist der Youtube-Kanal von Priscilla und Claudia. Seit zwei Monaten reden die beiden Pfarrerinnen ohne Tabus in Videos über das Leben, die Welt, Gott, ADS, die Kirche, Borderline, Diversität, die Bibel, Homosexualität, über Masturbation, Selbstbefriedigung, Coming-Out  und mehr. Nicht distanziert oder doktrinär von der Kanzel heruntergedonnert, sondern nahbar auf Augenhöhe, frisch, immer mit praktikablen Bezügen zum Alltag und zu ihrem eigenen Leben.

«Das Ziel ist es, den Glauben neu zu vermitteln», sagt Schwendimann. Auch auf Instagram sind die beiden Pfarrerinnen aktiv.

Die Berliner Pfarrerin Lena Müller (33) sorgte im Sommer für Aufsehen: Bei einem "Pop-up-Hochzeitsfestival" traute sie vier Männer und machte so aus ihnen ein Ehepaar. (Dabei ist Polygamie in Deutschland verboten!)  Widerspruch zu ihrem Glauben sieht Müller keinen. Die moderne Theologin ist überzeugt, dass Gott nichts gegen diese Verbindung hat.

Die evangelische Kirche Berlin hatte Lena Müller gegen Angriffe vehement in Schutz genommen. 

Neben diesen Beiträgen zu  lesbischen und homosexuellen "Hirten und Hirtinnen" gibt es noch weitere, gotteslästerlichen Praktiken, die in die Kirchen Einzug gehalten haben und die an Absurditäten kaum mehr zu beschreiben sind. 

Pooldance:

Pooldance ist eine Sportart,   bei der Männer und Frauen auf einer Stange Bewegungen ausführen. Einige Stellungen benutzen Kopfüber-Positionen, andere wiederum bringen den menschlichen Körper in teils heftige Rotation um die Stange herum, stets spärlich bekleidet. Pooldance ist eng verwand mit dem Table-dance, einer  ähnlichen Vorführung in obskuren Nachtclubs, bei denen sich halbnackte Frauen um eine Stange herum bewegen.  

Nun hat diese "Sportart die Kirchen erreicht. Sie  ist eine neue Form der Gottesdienstgestaltung, die von "mutigen" Pastorinnen wie Lisa Koens in Ostfriesland initiiert wurde, um "alte Tabus zu brechen, Selbstbestimmung zu fördern und Themen wie Befreiung durch Akrobatik an der Stange neu zu interpretieren", was sowohl Begeisterung als auch Diskussionen auslöst. In diesen ungewöhnlichen Gottesdiensten werden Bänke entfernt, um Platz für Tanzflächen zu schaffen, und Poledance-Künstlerinnen tanzen zu modernen Klängen, um "Bibeltexte zu illustrieren". Es geht darum, "Tradition mit modernen Ausdrucksformen zu verbinden, um Menschen anzusprechen und gesellschaftliche Normen zu hinterfragen, wobei Poledance als Sport und Symbol für Stärke und Empowerment gesehen wird". 

 

Pastorin  Lisa Koens sagt dazu in ihrer Predigt, dass es viele Bibeltexte gebe, in denen Frauen wegen Sieg und Befreiung tanzen Außerdem gehe es gerade in der Adventszeit viel um Befreiung. Poledance wurde ab den 1980er-Jahren in amerikanischen Stripbars getanzt, um männliches Publikum anzuziehen. Mittlerweile, so die junge Pastorin, haben sich die Frauen diesen Tanz als Sport zurückerobert: "Sie haben sich befreit." Es habe auch ganz viel mit Selbstbestimmung zu tun, dass Frauen machen können, was ihnen Spaß macht, dass man Normen durchbricht, z.B. eben für das eigene Schambewusstsein, für den eigenen Körper oder für alles, was so mit Frausein  zu tun hat.

Frei und laut geht es auch im Gottesdienst weiter. Nach dem Poledance wird die Stange abgebaut - nun sind alle zum Tanzen aufgefordert. Aus den Lautsprechern dröhnt "Gloria", unterlegt mit Technobeats. Die Pastorin tanzt vor.  jeder der kann, tanzt mit. Allzu viele  Gesichter strahlen. In der Predigt regt Lisa Koens die Besucher an zu überlegen, was sie festhält, wo sie sich "befreien" möchten.

Die evangelische Pfarrerin ist nicht die erste, die den amerikanischen Tanz in die Kirchen bringt. 

2023 berichtete Euronews  von einem Event in  einer Kirche in Strasbourg, Frankreich, wo ein junger Mann unter Orchesterbegleitung  eine Pooldance-Einlage zeigte. Und das ist bereits das zweite Mal, dass die Kirche Saint-Guillaume dem als ebenso erotisch wie athletisch geltenden Pooldance eine Bühne bietet.

Auch in der Lübecker Marienkirche fand am 3. Advent 2025  eine "Tanzperformance" an der Stange statt. Die "bekannte und etablierte Sportlerin und Künstlerin trat auf Einladung der protestantischen  Pastorin Margrit Wegner in der Kirche auf.  Und es war nicht ihr erster Auftritt in Kirchen.

Andere,  absurde Aktivitäten in Altarräumen:

Am Heiligenabend 2025 übertrug die ARD eine katholische Christmette aus der St. Marienkirche in Stuttgart. Dort wurde eine blasphemische, eine skandalöse Inszenierung der Krippe präsentiert. Ein erwachsener Mann, umhüllt von einer Plastiktüte, was aussah wie ein schleimiges Etwas, das offensichtlich Jesus darstellen sollte, räkelte sich auf einem Heuhaufen.

Am 31. Oktober 2025 hielt der katholische Priester Michael Korell in der oberbayrischen Stadt Freising einen ungewöhnlichen Gottesdienst ab. Er erschien  vor den Versammelten in einem Dracula-Kostüm und ergänzte den Gottesdienst mit künstlichem Nebel und einem halb geöffneten Sarg. 

Der Priester behauptet, dass er auf diese Weise „diejenigen ansprechen wollte, die der Kirche fernstehen” und ihnen ein Gebetsformat am Vorabend von Allerheiligen anbieten wollte. Seinen Worten zufolge sollte das Bild von Dracula helfen zu zeigen, dass „man keine Angst vor dem Tod haben muss”, und der halb geöffnete Sarg symbolisierte „das leere Grab Christi”.

Geradezu harmlos nimmt sich der Tanz von Pfarrer und Ministranten in der Kirche Inzing vor wenigen Jahren aus. 

Was - noch  - in vielen Kirchen unvorstellbar ist, in der St. Michaelis-Kirche in Braunschweig ist es bereits Normalität: Pfarrer JacobTimmermann veranstaltet in dem Gotteshaus regelmäßig "Queerbunte Abende", bei  denen der Altar zur Bühne für Dragqueens, Livemusik, Poesie und Show wird. Und dabei sind die Kirchenbänke mit Besuchern auch richtig voll. Sein Credo: „Gott ist mehr als queer“

Der homosexuelle Frankfurter Gemeindepfarrer Nulf Schade-James kämpft seit den 1980er Jahren für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Ab und zu verwandelt er sich in eine Drag-Queen.

Zwei Stunden braucht der schwule Pfarrer ungefähr, um sich in die Kunstfigur "Greta Gallus" zu verwandeln: Eine stark geschminkte Dame mit üppigem Busen, grasgrünem Glitzerkleid und bunter Locken-Haarpracht.

Die Gemeinde ist stolz auf ihren Pfarrer. "Unsere Gesellschaft ist bunt. Und die Kirche ist auch viel bunter, als viele Leute denken", betont etwa die Gemeindepädagogin für Kinder und Jugendliche

Am 25. Oktober 2025 fand in der ist die Christuskirche in Graz  eine   Drag-Show „DRAG ME TO CHURCH“ statt.

Drag ist eine Kunstform, die mit binären Geschlechterstereotypen spielt und starre Heteronormativität oft provokativ aber humorvoll in Frage stellt. Eine Handvoll Drag-Artists wollen mit ihren vielfältigen Performances einen ganz besonderen Abend schaffen, und dem Publikum einen unvergesslichen Abend in  der Christuskirche bescheren, an dem Diversität groß geschrieben und Gemeinschaft gelebt und gefeiert wird.

Die  gotteslästerlichen Beiträge, nicht nur in Deutschland und Österreich, sondern rund um die Welt, sind nicht mehr zählbar. Eine Nachrichtensendung übertitelte einen solcher Beiträge in den Sozialen Medien nur noch mit dem Satz: "Hat die Kirche vollends ihren Verstand verloren?" Dem ist wahrlich nichts mehr hinzuzufügen. 

Ich bin mir bewusst, dass blasphemisches Auftreten in Kunst und Kultur seit jeher ihren Platz in der jeweiligen Gesellschaft  hatte und hat. Ich erinnere an Hermann Nitsch, der 1969 bei seiner "Mariä-Empfängnis-Aktion" eine nackte Frau auf ein Kreuz band und ihr Gedärme auf den Bauch legte, angeblich um die Gewalttätigkeit der modernen Welt anzuprangern, an Pussy Riot, die russische Punk-Band, der keine Widrigkeit in Wort und Gestik zu zu viel war,   an Regisseure, die ihre atheistischen Anschauungen in Filmen verewigt haben, Bunuel, Bergmann, Brüggemann, Seidl, deren Kunstansprüche sich  über den christlichen Glauben in sexuellen Obsessionen manifestieren oder jene, die sich über den Film "Das Leben des Brian" "totgelacht" haben.  Die "Oper Sancta" in Stuttgart war im vergangenen Jahr eine der heftigsten Opern-Performances, bei der nackte Nonnen Rollschuh fuhren, ein lesbisches Liebespaar Jesus am Kreuz ersetzte und einer Frau die Haut vom Rücken geschnitten wurde,  und das alles im Rahmen einer heiligen Messe. Alles von einer begeisterten Menge beklatscht!

Dass "christliche" Kirchen sich diesem teuflischen Geist ausgeliefert haben, ist eine Tatsache, für die sie sich bald vor dem allmächtigen Gott verantworten werden müssen. Sie haben ihren besonderen Auftrag  zu Grabe getragen und ihr Privileg, die unverfälschte Botschaft Gottes zu lehren, mit Füßen getreten. 

"Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüft, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene". 

(Röm. 12,2)

Der Satz „Werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes“ ist ein zentrales Zitat aus der Bibel und fordert Gläubige auf, sich nicht den Werten dieser Welt anzupassen, sondern ihr Denken von  Gott grundlegend verändern zu lassen, um Gottes Willen zu erkennen und danach zu leben. Es geht um eine innere Umgestaltung des Denkens und der Denkweise, nicht um eine äußere Nachahmung weltlicher Standards. 

Ich wünsche mir so sehr, dass diese Botschaft hörende Ohren erreicht, denn die Zeit ist knapp geworden, sehr knapp!

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Der Herr segne dich!

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