(56) Vom ewigen Wunsch, das jüdische Volk vom Erdboden zu vertilgen....

Die internationale Definition von Antisemitismus lautet:

„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort und Tat gegen jüdische Menschen  und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen und religiöse Einrichtungen.“ 

Dieser Begriff  geht auf das Jahr 1879 zurück  und steht für die Ideologisierung der Judenfeindschaft, die die "Judenfrage" zur Lösung sozialer und politischer Krisen stilisierte. Seit damals definiert man die Juden nicht mehr primär über ihre Religionszugehörigkeit, sondern als eine eigene Gruppierung und Angehörige eines Volkes. 

Es gibt weltweit keine exakte Zahl von Antisemiten, da Einstellungen fließend sind und Antisemitismus von Vorurteilen bis hin zu Straftaten reicht. Laut der globalen Umfrage „ADL Global 100“ der Anti-Defamation League vertreten jedoch schätzungsweise fast die Hälfte der Weltbevölkerung antisemitische Einstellungen. Israel ist jener Staat auf der ganzen Erde, dem von über der Hälfte der Menschen  jegliche Existenzberechtigung  abgesprochen wird. Damit befinden wir uns auf einem "guten Weg",  jenen Zuständen den Weg zu ebnen, der beim Holocaust während der Nazizeit 6 Millionen Menschen auf grausamste Weise das Leben gekostet hat.

Für Deutsche und Österreicher sollte jene Zeit ein ewiges Schamgefühl hervorrufen. Es wurden Menschen wie du und ich, Geschöpfe Gottes,  als "Tiere" bezeichnet und dargestellt als Schweine und Esel. Solche Bilder waren in der Zeit des Nationalsozialismus überall zu sehen. In Zeitungen, Blättern und auf Plakaten. 

Juden wurden unter Hitler nicht nur verfolgt und in den Konzentrationslagern vergast, sie wurden als "Krankheitskeime"  verunglimpft, die man nicht wie eine Krankheit bekämpfen könne, ohne den Verursacher zu vernichten. Den Juden gab man an ALLEM die Schuld, was schlecht ist in der Welt. Und die Menschenmassen  schauten nicht nur seelenruhig, sondern auch wohlwollend zu, wie Juden gedemütigt wurden, wenn sie z.B. die Gehsteige mit bloßen Händen reinigen mussten.  Bis das "Spektakel" durch die 'Deportation in die Konzentrationslager ein Ende fand. 

Zwar war diese Zeit wohl ein Höhepunkt der Judenverfolgung. Diese allerdings reicht vielmehr auch weit in die Vergangenheit zurück.  Seit die Juden nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels im 1. und 2. Jh. aus ihrem Land vertrieben wurden und sie nach Ägypten, Babylonien, Persien und später in den Fernen Osten, in die Mittelmeerländer, nach Frankreich, Deutschland und Spanien flohen, entstand die sogenannte DIASPORA (Zerstreuung).  Weil sie sich dennoch nicht in den Ländern "auflösten", sondern ihr ethnisches Bewusstsein aufrecht erhielten und ihren Mythos vom Heimatland mitnahmen, bekamen sie bald den Status der Andersartigkeit. Diese Andersartigkeit stand im Widerspruch zu den anderen Völkern, weil sie sich an ihre heiligen Schriften und an ihren Gott hielten (auch wenn sie das Erlösungswerk Christi verworfen hatten). Mit der Verbreitung der heiligen Schriften und der Tradition des Studiums und der Auslegung konnten unabhängige Gemeinden im Geiste des Judentums überall entstehen. Prägend für sie war das Gefühl, im Exil zu leben, auf einer Art Insel in einem Ozean von Nichtjuden. Im Laufe der kommenden Jahrhunderte verbreitete sich die jüdische Existenz fast überall auf der bekannten Welt. 

    Wie kommt es, dass dieses jüdische Volk so "andersartig" ist?

    Die  Geschichte beginnt mit Abraham und seiner Beziehung mit dem lebendigen Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde. 

    Vor ca. 4.000  Jahren offenbarte Gott dem Abraham (den "Vater des Glaubens")  seinen Plan für die Menschheit. Die Welt war seit dem Sündenfall des ersten Menschenpaares aus der Gnade Gottes gefallen und mit dieser Erbschuld waren dem menschlichen Hochmut und dem Egoismus (gespeist vom "Vater der Lüge", dem Satan, der diese Welt regiert)  keine Grenzen gesetzt.  Gott erwählte sich deshalb  "ein"  Volk, an dem  er sich als alleiniger Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde erweisen wollte.  Dem Abraham wurde also von Gott geboten, aus seinem Land in Ur, in Chaldäa  zu gehen und das Land KANAAN für ihn und seine Nachkommenschaft in Besitz zu nehmen. Diese "Erwählung" geschah nicht aus der Tatsache heraus, dass dieses Volk besonders gut, besonders gläubig oder besonders gehorsam gegenüber dem Schöpfer dieser Welt war, sondern diesem Volk  wollte Gott sich (stellvertretend für die seit dem Sündenfall des ersten Menschenpaares gesamte gefallene Menschheit)  offenbaren, ihm seine Macht und Herrlichkeit,  seine Führung und seine  liebende Herrschaft über seine Schöpfung und seine Geschöpfe   demonstrieren. 

    Somit halten wir fest,  dass

    ISRAEL  jenes Land ist, das dem jüdischen Volk als bleibende Stätte von Gott gegeben wurde.

    Der Name  ISRAEL wurde Jakob, dem Enkel Abrahams, von Gott  gegeben (1 Mo. 32,29)

    Es dauerte allerdings noch viele Jahre (u.a. Hungersnöte,  Versklavung  durch die Ägypter, 40 Jahre Wüstenwanderung, Unglaube, Ungehorsam, Götzendienst usw.) , ehe sie das Land in Besitz nehmen sollten. 

    Die  in Kanaan lebenden Menschen und die umliegenden Völker (Hethiter, Amoriter, Perisiter, Hibiter, Jebusiter und Girgasiter) waren zutiefst verdorben, grausam, sittenlos, betrieben Götzendienst, brachten Kult- und sogar Kinderopfer dar, betrieben Tempelprostitution  und verübten unmenschliche  Gräueltaten.  Und dieser verdorbene Menschenschlag sollte gemäß dem Auftrag von Gott aus dem für sein Volk vorgesehenes Land vertrieben und unterworfen  werden. Nur: die Juden erwiesen sich nicht nur bei diesem Auftrag, sondern  die ganze weitere Geschichte hindurch immer wieder  als eigenwillig, widerspenstig, ungehorsam, ungläubig, passten sich ihrer gottlosen Umgebung an, nahmen die Gebräuche der Nachbarn an und sündigten immerfort gegen den lebendigen Gott.  Kämpfe, Kriege, Bedrängnisse, Ausgrenzung, Verfolgungen und Leid hörten nicht auf - bis heute! 

    Um die Zeit, als unsere Zeitrechnung begann (also um das Jahr Null) waren die Juden von der römischen Besatzungsmacht unterdrückt.  Sie wussten, dass ein Messias kommen würde, der sie aus allen ihren Nöten erretten würde.   Er kam auch. Nur nicht so, wie sich die Juden ihn vorstellten. Er kam nicht mit Waffen und einem Siegesbanner in seiner Hand, der die Besatzer vernichten würde,  sondern als Baby in einem Stall, gezeugt vom Heiligen Geist und geboren von einer Jungfrau! Wer sollte das glauben? Nicht nur die meisten Menschen auf unserer Erde zweifeln daran, sondern vor allem auch die Juden selbst. Als Jesus mit seiner Lehre durch das Land zog, Barmherzigkeit und Gnade verkündete, Kranke heilte und Wunder tat,  verfolgten sie ihn  und nagelten ihn schließlich ans Kreuz.  Aber auch wenn die Juden  immer wieder in ihrer ganzen Geschichte gegen  Gottes Willen gehandelt haben, hat Gott seinen Plan für Sein Volk niemals aufgegeben.  Wir wissen aus den  Prophetenworten, die sich über mehrere tausend Jahre erstrecken.  Niemand wird Gott daran hindern, seinen Heilsplan für Israel (und für die Welt) zu Ende zu bringen. 

    Christen wissen, in welchem Zeitrahmen wir alle uns befinden. Die Gottlosigkeit unserer Zeit, die Aushebelung aller christlichen Werte, die Zügellosigkeiten und das globale Machtstreben  werden  in Kürze den "point of no return" erreichen.   Dazu gehört auch  der dramatische, weltweite  Anstieg  antisemitischer Vorfälle, der sich in Terroranschlägen gegen jüdische Ziele, vor allem in Europa, aber auch in Australien und den USA niederschlägt. 

    Befeuert durch den Hass der muslimischen Menschen auf Israel und das jüdische Volk, die das einst christliche Abendland  mit  einem nie dagewesenen Tempo unterwandern und dem Abfall vom christlichen Glauben (mit der einhergehenden Ablegung sämtlicher Werte), sprießen antisemitische Parolen wie Unkraut aus dem Boden. Die Mainstream-Medien, die sich von Fake-Bildern aus Gaza, den terroristischen Rebellenbanden der Hamas, der Hisbollah, der Huthis und dem iranischen Mörderregime etc. beeinflussen lassen, progressive Influencer und die grünen Podcaster    leisten einen entscheidenden Beitrag zu dieser Entwicklung. Das Pendel, das  der heimtückische Anschlag der palästinensischen Hamas am 7.10.2023, der  1.000 unschuldige Menschen getötet, 3.000 verletzt und 251 Personen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt, dort grausam gefoltert, vergewaltigt und dem Hunger preisgegeben wurden, hat nur kurzfristig zugunsten  des israelischen Volkes ausgeschlagen. Inzwischen ist Israel, das für sich das internationale Recht, sich verteidigen zu dürfen, in Anspruch nimmt, wieder der Aggressor auf allen Fronten. Umzingelt von Ländern, die vom Hass auf die Auslöschung dieses Landes getrieben werden, behauptet sich dieses tapfere Land und wir Christen auf der ganzen Welt sollten uns mutig auf ihre Seite stellen. Tun wir das? 

    Auch wenn sich manche Länder "bemühen", gegen Antisemitismus einzuschreiten, so zeigen die vielen Terroranschläge, die sich in unserer Welt abspielen, die Unfähigkeit und Halbherzigkeit, entschieden gegen  die hauptsächlich von radikalen Islamisten ausgeführten Amokläufe, Morde auf offener Straße, Attentate  etc. vorzugehen. Wenn man die Parole jener Dschihadisten, die sich auf den Koran berufen, kennt, braucht man sich über diese Attacken nicht zu wundern. Die Intifada in eine globale Bewegung zu verwandeln, bedeutet, überall zur Ermordung von Juden (und in weiterer Folge von Christen) aufzurufen. Und genau das wird von der Muslimbruderschaft, die wohl im mehr oder weniger Geheimen die Strippen zieht, propagiert: "Allah ist unser Ziel, der Prophet ist unser Führer, der Koran ist unsere Verfassung, der Dschihad ist unser Weg, der Tod ist unsere höchste Hoffnung"

    Einige (von mehreren) Aussagen von Schülern, die in Deutschland aufgezeichnet wurden: 

    Ein Schüler im Gymnasium in Berlin-Wedding: "Man soll den Juden die Köpfe abschneiden. Hitler war gut, denn er hat die Juden um gebracht".  

    Schüler, 11. Klasse eines Duisburger Gymnasiums: "Gott hat die Juden im Koran verflucht. Da steht drin, dass er sie mit den Christen zu Affen verwandeln wird. Wieso soll ich Juden mögen, wenn Gott selbst Juden nicht mag?"

    Ein Schüler, 7. Klasse bei einer Rangelei zu einem anderen Schüler in Berlin: "Du Jude!"

    Schüler zu einem anderen Schüler (beide keine Juden) auf einem deutschen Schulhof, gehört von der Lehrerin: "Komm her, du Jude!'"

    ( Quelle: www.stopantisemism)

    Und der Guardian (britische Zeitung) schreibt:  "Wir leben in den schlimmsten Zeiten seit der Nazi-Ära. Auf den Straßen hört man Sachen wie 'Die Juden sollten verbrannt werden"

    Auszug aus einem Artikel des spanischen Schriftstellers Sebastian Vilar Rodríguez:

    Ich ging durch eine Straße in Barcelona, ​​als mir plötzlich eine schreckliche Erkenntnis kam: Europa starb in Auschwitz. Wir ermordeten sechs Millionen Juden und ersetzten sie durch 20 Millionen Muslime.
    In Auschwitz verbrannten wir eine Kultur des Denkens, der Kreativität, des Talents und des Genies. Wir vernichteten ein wahrhaft auserwähltes Volk – auserwählt nicht nur von der Geschichte, sondern auch durch den immensen Beitrag, den es durch große Männer und Frauen, die die Welt veränderten, zur Menschheit leistete.
    Der Beitrag des jüdischen Volkes ist in allen Lebensbereichen sichtbar: Wissenschaft, Kunst, internationaler Handel und vor allem als moralisches Gewissen der Welt. Dieses Volk haben wir verbrannt.
    Dann, unter dem Banner der Toleranz und in unserem verzweifelten Versuch, uns einzureden, wir hätten den Rassismus überwunden, öffneten wir unsere Tore für Millionen, die religiösen Extremismus, Intoleranz, Kriminalität und Armut mitbrachten – oft genährt von der Unwilligkeit, sich zu integrieren, zu arbeiten und sich ein würdevolles Leben aufzubauen.
    Sie sprengten unsere Züge und verwandelten viele unserer schönen europäischen Städte in Orte, die von Gewalt, Schmutz und Angst beherrscht werden.
    Versteckt in staatlich finanzierten Wohnungen planen einige von ihnen die Zerstörung eben jener Gesellschaften, die sie mit naiver Großzügigkeit willkommen geheißen hatten.
    So tauschten wir in unserem Elend Kultur gegen Fanatismus, kreative Brillanz gegen zerstörerischen Hass, Intelligenz gegen Rückständigkeit und Aberglauben.
    Wir tauschten das Friedensstreben der europäischen Juden, ihre Hingabe an das Leben und ihre Entschlossenheit, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu gestalten, gegen jene ein, die den Tod verherrlichen, sowohl für sich selbst als auch für andere.
    Welch einen schrecklichen Fehler hat das elende Europa begangen!

     

    Und ich will segnen, die dich, (Israel)  segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!

    (1 Mo. 12,3)

    Gott, der Lebendige, der Ewige, segne dich!

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